Gesundheitsprobleme durch Elektrosmog
Wenn die elektromagnetische Strahlung überhand nimmt und dadurch Störungen verursacht, dann wird von elektromagnetischer Umweltverschmutzung und analog zum Smog durch Industrie- und Abgase von Elektrosmog geredet. Elektrosmog, das sind die elektromagnetischen Felder, die in technischen Systemen die verschiedenen Funktionen und ganze Informationsabläufe im Datenfluss erheblich stören können. Doch nicht nur die elektromagnetischen Abläufe anderer Geräte werden gestört, auch in biologischen Systemen gibt es elektrochemische Stoffwechselvorgänge, die von elektromagnetischen Feldern beeinflussbar sind. Entweder kurz und heftig, wie bei einem Stromschlag, oder eben auch leicht aber anhaltend durch Elektrosmog. Je nach Empfindlichkeit einer Person, man spricht auch von Elektrosensitivität oder Elektrosensibilität, reagiert sie früher oder später mit heftigen oder leichten Gesundheitsproblemen. Diese Befindlichkeitsstörungen ziehen oft eine ganze Odyssee durch Arzt- und Naturheilpraxen nach sich und gar nicht selten sehen sich die Betroffenen dem Vorwurf des Jammerlappens, des Simulanten oder aber des Drückebergers ausgesetzt. Denn auf die Ursache Elektrosmog kommt man oft erst zuletzt, schon auch deswegen, weil er selbst nicht sichtbar ist, die Symptome andererseits sehr vielschichtig. Sie reichen von Ein- und Durchschlafstörungen, Kopfschmerzen, allgemeiner Unruhe und Konzentrationsschwäche bis hin zu Depressionen. Alle diese Symptome werden durch die Nicht-Anerkennung von Therapeuten und Mitmenschen noch verschlimmert, so dass die Diagnose Elektrosmog immer schwieriger wird. Kinder und besonders empfindliche Personen reagieren dabei schon bei sehr geringen elektromagnetischen Feldern, weshalb auch die verschiedenen Studien z.B. zu Elektrosmog im Allgemeinen oder Mobilfunkantennen im Besonderen teilweise zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen kommen, ohne das die Ergebnisse deshalb manipuliert sein müssen. Aber die Auswahl der Personen nimmt natürlich Einfluss auf solch ein Ergebnis. Bei langfristiger Belastung wird sogar die Förderung von Krebs, insbesondere Leukämie nicht ausgeschlossen. Doch vieles können die Betroffenen selbst tun, um die Verschmutzung mit Elektrosmog klein zu halten. Deshalb ist es sinnvoll, dass sie sich fachkundliche beraten lassen. Fachleute sind z.B. solche, die eine Ausbildung in Elektrobiologie haben und sowohl Messungen durchführen als auch Lösungsvorschläge unterbreiten können.
Geschrieben von Andreas Mettler